Zwei Dongles, zwei Einheiten
FiiO KA13 und FiiO KA17 sind USB-Dongles von FiiO mit denselben Ausgängen (3,5 mm Klinke, 4,4 mm symmetrisch). Die Stromversorgung steht im Katalog bei beiden als «Über USB», und beide nennen ihre Leistung getrennt für einen Desktop-Modus. Auffällig ist, dass die zwei ihre Spannung in verschiedenen Einheiten nennen: Das KA13 gibt sie als Spitzenwert (Vpeak) an 32 Ω an, das KA17 als Effektivwert (Vrms) ohne Lastangabe. Ohne Umrechnung sind die Zahlen nicht vergleichbar.
Was die Zahlen zeigen
Der Katalog rechnet für einen Sinus um: Vrms ist Vpeak geteilt durch die Wurzel aus zwei (Formel F3), und er sagt es in der Rechnung. Weil beim KA17 die Last fehlt, gilt der Wert für uns als Leerlaufspannung. Eine Aussage zur Reserve an einem bestimmten Kopfhörer braucht deshalb die Leistung an der passenden Last oder die Ausgangsimpedanz. Das zeigt die Detailseite je Kopfhörer im Block «Passt zu: welche Kopfhörer er treibt».
Bei den Formaten unterscheiden sich die zwei: Das KA13 nennt PCM bis 384 kHz und DSD256, das KA17 PCM bis 768 kHz und DSD512. Das KA17 wiegt laut Hersteller 33,5 g, für das KA13 steht kein Gewicht im Katalog.
Die Leistungsangaben beider Dongles sind Untergrenzen bei 1 % Verzerrung, mit beiden Kanälen belastet. Beim KA13 fehlt der Wert für den symmetrischen Ausgang an 300 Ω, wenn der Desktop-Modus aus ist. Beim KA17 gelten die Angaben für die hohe Verstärkung, für die niedrige fehlen sie. Die Ausgangsimpedanz nennen beide als Obergrenze, das KA17 mit dem kleineren Wert. Für In-Ears mit niedriger Impedanz zählt das nach der Achtelregel: Ausgangsimpedanz und die 1/8-Regel.
Für wen welches Gerät
- Du willst die höheren Formate: Das KA17 nennt PCM bis 768 kHz und DSD512.
- Du willst die Leistung in beiden Modi nachlesen: Beide nennen sie an drei Lasten, das KA13 ohne Angabe zur Verstärkungsstufe, das KA17 nur für die hohe. Die Spannung nennt das KA13 mit Last, das KA17 ohne.
- Du hörst mit niedrigohmigen In-Ears: Das KA17 nennt die kleinere Obergrenze der Ausgangsimpedanz.
- Du legst Wert auf einen eindeutig genannten Wandler: Beim KA13 steht ein Chip in doppelter Ausführung, beim KA17 nennt die Herstellerseite zwei verschiedene Chips, was die Detailseite als Nachteil festhält.
Was externe Prüfer sagen
Zum KA17 liegt ein Vergleichstest mobiler DACs von STEREO vor. Die Redaktion vergibt dem Gerät eine Auszeichnung für sein Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum KA13 liegt im Katalog kein externer Bericht vor. Die Fundstelle steht mit Datum unter Testergebnisse: DAC/Verstärker.
Was die Daten nicht sagen
Keiner der beiden Dongles nennt einen Störabstand, deshalb rechnet der Katalog keinen Rauschpegel für In-Ears. Wie die Dongles im Alltag laufen, etwa in Bezug auf den Stromverbrauch am Handy, steht in keinem der Datenblätter. Grundlagen zur Einheit und zur Last: Dongle-DAC am Smartphone: was die Zahlen sagen.