Eine Raummode ist eine stehende Welle zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden, bei tiefen Frequenzen kann sie den Pegel an manchen Plätzen anheben und an anderen abschwächen. Die Frequenzen folgen aus den Raummassen. Die Rechnung gilt für einen Quader mit starren Wänden, dein Zimmer weicht davon ab. Zeigen kannst du damit, wo Probleme liegen können, aber nicht, was du hörst.

Wie eine Mode entsteht

Zwischen zwei parallelen Wänden im Abstand L passt eine Welle, deren halbe Wellenlänge L ist, mit Knoten und Bäuchen an festen Orten. Die Frequenz ist f = n · c / (2 · L), mit der Schallgeschwindigkeit c und einer ganzen Zahl n. Bei Zimmertemperatur ist c etwa 343 m/s. Ein Raum von 4 m Länge hat danach eine erste Mode bei etwa 43 Hz, die nächste bei etwa 86 Hz. Das ist ein Rechenbeispiel, die Formel steht in der Methodik. Tangentiale und schiefe Moden gibt es auch, sie liegen höher und sind schwächer.

Was das für den Bass heisst

An einem Ort im Raum kann ein Ton mit der Modenfrequenz lauter sein, an einem anderen leiser. Liegen die Moden mehrerer Achsen dicht beieinander, häufen sich Probleme bei ähnlichen Frequenzen. Der Raummoden markiert solche Häufungen. Ein Würfel mit gleichen Massen ist ungünstig, weil alle Achsen dieselbe Mode erzeugen.

Was du ändern kannst

Verschieben ändert die Lage von Hörplatz und Lautsprecher zu den Knoten. Schon wenige Dutzend Zentimeter können den Bass verändern. Ecken und Wandnähe heben tiefe Frequenzen an, das ist Physik und keine Klangvorliebe. Das Magazin behandelt das ausführlich: Raumakustik im Wohnzimmer: Besser hören ohne Umbau zeigt den Klatschtest, Positionen und weiche Materialien. Tiefe Moden lassen sich mit Textilien kaum bändigen, sie brauchen sehr dicke Absorber.

Was die Rechnung nicht kann

Der Rechner nimmt harte, starre Wände an, keine Möbel, keine Fenster, keine offenen Durchgänge. Er berechnet nur axiale Moden. Er sagt dir nicht, wo du stehen sollst und was du hörst. Für die Aufstellung hilft nur Ausprobieren oder eine Messung im eigenen Raum.

Was das für die Wahl heisst

Für Regallautsprecher gilt: Ihr Bass hängt an Aufstellung und Raum, nicht nur am Gehäuse. Bei Soundbars mit Subwoofer bestimmt der Platz des Subs das Ergebnis, Soundbars mit Subwoofer im Lieferumfang zeigt die Sets. Die Leistungsfrage hat einen eigenen Text: Wie viel Verstärkerleistung brauchen meine Lautsprecher?.

Häufige Fragen

Was ist eine Raummode?

Eine stehende Welle zwischen zwei Wänden. Bei ihrer Frequenz kann der Pegel je nach Ort im Raum deutlich höher oder tiefer sein.

Wie berechne ich Raummoden?

Mit f = n · c / (2 · L) für jede Achse. Der Rechner macht das aus Länge, Breite und Höhe.

Wo stelle ich Lautsprecher hin, damit der Bass gleichmässig ist?

Der Rechner sagt es nicht. Probiere Positionen aus, das Magazin zeigt, wie.

Hilft ein Subwoofer gegen Raummoden?

Er verändert, wo Energie ankommt, und kann an einem anderen Platz Probleme verlagern. Wo er am gleichmässigsten wirkt, findest du nur durch Ausprobieren.

Warum weichen meine Messungen vom Rechner ab?

Weil dein Raum keine idealen Wände hat. Möbel und Öffnungen verschieben die Frequenzen.