Einrichtung eines Fonds zur Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken aus kolonisierten afrikanischen Regionen

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Deutschland und Frankreich haben eine Vereinbarung zur Einrichtung eines Fonds zur Untersuchung der Herkunft von Museumskunstwerken aus früheren Kolonialgebieten Afrikas unterzeichnet. Jede Regierung wird jährlich 360.000 Euro zu dem Fonds beitragen, der im Februar 2024 im Rahmen einer dreijährigen Pilotphase errichtet wird. Die Initiative zielt darauf ab, historische Ungerechtigkeiten anzugehen und geraubte Objekte in ihre Herkunftsländer zurückzugeben. Sowohl Deutschland als auch Frankreich haben bereits zuvor geraubte Kunstwerke zurückgegeben, wobei Frankreich im Jahr 2021 mehr als 20 Objekte an die Republik Benin zurückgegeben hat und Deutschland im letzten Jahr über 1.000 Benin-Bronzen an Nigeria zurückgegeben hat. Deutschland hatte zuvor 2,2 Millionen Euro für die Erforschung von Kunstwerken, die im kolonialen Kontext erworben wurden, zugesagt. Der Fonds wird akademische Berater aus Europa und Vertreter aus Subsahara-Afrika umfassen.

Einführung

Dieser Artikel erkundet die kürzlich von den Kulturministerien Deutschlands und Frankreichs unterzeichnete Vereinbarung zur Einrichtung eines Fonds zur Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken aus ehemals kolonisierten afrikanischen Regionen. Das Ziel dieser Initiative besteht darin, historische Ungerechtigkeiten anzugehen und die Rückführung geraubter Objekte in ihre Ursprungsländer zu unterstützen. Sowohl Deutschland als auch Frankreich haben in der Vergangenheit Schritte unternommen, um geraubte Kunstwerke zurückzugeben, und dieser Fonds stellt ein bedeutendes Bekenntnis zu weiteren Forschungs- und Rückführungsbemühungen dar.

Die Bedeutung der Vereinbarung

Die Vereinbarung zwischen den Kulturministerien Deutschlands und Frankreichs zur Einrichtung eines Fonds zur Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken ist ein bedeutender Schritt zur Bewältigung historischer Ungerechtigkeiten und zur Entkolonialisierung der Museumssammlungen. Dieser Fonds ist ein Bekenntnis beider Regierungen zur Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe des Raubes von Kulturgütern und zur Unterstützung der Rückführung dieser Objekte in ihre Ursprungsländer. Durch Bereitstellung finanzieller Ressourcen und Expertise soll der Fonds mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht im Museumswesen fördern.

Ein Überblick über den Fonds

Der Fonds wird während einer dreijährigen Pilotphase ab Februar 2024 eingerichtet. Jede Regierung wird jährlich 360.000 Euro zum Fonds beitragen, insgesamt also 720.000 Euro pro Jahr. Diese finanzielle Verpflichtung zeigt das Engagement der Regierungen zur Unterstützung der Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken und zur Förderung des Rückführungsprozesses. Der Fokus des Fonds liegt speziell auf Kunstwerken aus ehemals kolonisierten afrikanischen Regionen und anerkennt damit die historischen Ungerechtigkeiten im Zusammenhang mit dem Kolonialismus und die dringende Notwendigkeit, diese anzugehen.

Bisherige Bemühungen zur Rückführung von Kunstwerken

Sowohl Deutschland als auch Frankreich haben bereits Schritte unternommen, um geraubte Kunstwerke in ihre Ursprungsländer zurückzugeben. Im Jahr 2021 gab Frankreich über 20 Objekte an die Republik Benin zurück, was einen bedeutenden Meilenstein in der Rückführung des afrikanischen Kulturerbes darstellte. Deutschland machte im letzten Jahr ebenfalls Schlagzeilen, indem es über 1.000 Benin-Bronzen an Nigeria zurückgab, was als Schritt zur Behebung der Ungerechtigkeiten des Raubs in der Kolonialzeit weithin gelobt wurde. Diese bisherigen Bemühungen zeigen das Engagement der Regierungen, historische Unrecht zu korrigieren und gestohlene Kulturobjekte restituieren zu unterstützen.

Deutschlands frühere Verpflichtungen

Deutschland hatte zuvor 2,2 Millionen Euro für die Erforschung von Kunstwerken zur Verfügung gestellt, die in einem kolonialen Kontext erworben wurden. Diese Investition verdeutlichte die Anerkennung der deutschen Regierung für die Notwendigkeit umfassender Forschung zur Provenienz von Museumskunstwerken und zum historischen Kontext ihrer Entstehung. Die Einrichtung des Fonds ist eine Erweiterung der bereits bestehenden Verpflichtungen Deutschlands und bietet eine nachhaltige finanzielle Unterstützung für Forschungs- und Rückführungsbemühungen.

Einbeziehung akademischer Berater und afrikanischer Vertreter

Der Fonds wird akademische Berater aus Europa und Vertreter aus Subsahara-Afrika umfassen. Diese diverse Zusammensetzung gewährleistet eine Vielfalt von Perspektiven und Expertise bei der Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken. Die Einbindung akademischer Berater bringt wissenschaftliche Strenge und Methodik in den Forschungsprozess ein, während die Einbeziehung afrikanischer Vertreter die Bedeutung lokalen Wissens und lokaler Perspektiven bei der Rückführung von Kulturerbe anerkennt.

Die Ziele des Fonds

Das Hauptziel des Fonds besteht darin, die Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken aus ehemals kolonisierten afrikanischen Regionen zu erleichtern. Durch Untersuchungen des historischen Kontexts des Erwerbs sollen mögliche Fälle von Raub oder illegitimer Aneignung aufgedeckt werden. Diese Forschung wird eine solide Grundlage für die Rückführung der Objekte bieten und gewährleisten, dass sie in ihre rechtmäßigen Ursprungsländer zurückkehren. Neben der Forschung zielt der Fonds auch darauf ab, den Kapazitätsaufbau in afrikanischen Institutionen zu unterstützen und ihre Bemühungen zur Erhaltung und Präsentation ihres Kulturerbes zu fördern.

Schlussfolgerung

Die Einrichtung eines Fonds zur Erforschung der Provenienz von Museumskunstwerken aus kolonisierten afrikanischen Regionen ist eine bedeutende Entwicklung bei der Bewältigung historischer Ungerechtigkeiten und der Unterstützung der Rückführung geraubter Objekte. Das Engagement sowohl Deutschlands als auch Frankreichs, finanziell zum Fonds beizutragen, zeigt eine gemeinsame Verantwortung, die Fehler des kolonialen Raubs zu korrigieren. Diese Initiative, zusammen mit bisherigen Bemühungen zur Rückführung von Kunstwerken, stellt einen entscheidenden Schritt zur Entkolonialisierung von Museumssammlungen und zur Gewährleistung des rechtmäßigen Eigentums an Kulturerbe dar.

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