Die Absage des polnischen Pavillons bei der Biennale in Venedig 2024

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Polen hat seinen Pavillon bei der Biennale in Venedig 2024 abgesagt, nachdem es weitverbreitete Kritik an den ursprünglichen politischen Bildern gab. Das Land hatte ursprünglich den Künstler Ignacy Czwartos ausgewählt, der Polen als von Deutschland und Russland unterdrückt darstellen sollte. Stattdessen wird Polen nun von der Künstlerkollektiv Open Group vertreten, bestehend aus Yuriy Biley, Pavlo Kovach und Anton Varga. Die Entscheidung, den Pavillon abzusagen, wurde nach einer Analyse der Wettbewerbsverfahren und Berücksichtigung der Meinungen der Gemeinschaft getroffen. Das Projekt von Czwartos umfasste über 35 Werke, von denen eines Angela Merkel und Wladimir Putin neben einem Hakenkreuz zeigte. Das Projekt wurde kritisiert, weil es die nationalistisch-populistische Politik der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) widerspiegelte. Die Partei hatte zuvor die Medien und Museen kontrolliert und die Rechte von Frauen und queeren Menschen beschnitten. Der Sieg der Oppositionspartei bei den allgemeinen Wahlen ließ Zweifel an der Fortführung des Pavillons aufkommen. Der neue Pavillon von Open Group wird den Titel “Repeat after me” tragen und von Marta Czyż kuratiert.

Überblick

Dieser Artikel behandelt die Absage des polnischen Pavillons bei der Biennale in Venedig 2024 aufgrund weitreichender Kritik an seiner politischen Bildsprache. Es werden die ursprüngliche Auswahl des Künstlers Ignacy Czwartos und die anschließende Entscheidung zur Berufung der Gruppe Open Group näher betrachtet. Der Artikel beleuchtet auch die Gründe für die Absage und die Kontroversen rund um das ursprüngliche Projekt.

Das ursprüngliche Pavillon-Projekt Polens

Das ursprüngliche Pavillon-Projekt, kuratiert von Ignacy Czwartos, stellte Polen als von Deutschland und Russland unterdrückt dar. Es bestand aus über 35 Gemälden, von denen eines Angela Merkel und Wladimir Putin neben einem Hakenkreuz zeigte. Das Projekt wurde für seine nationalistisch-populistische Politik kritisiert, die der Ideologie der Partei Recht und Gerechtigkeit ähnelte. Der Partei wurde vorgeworfen, die Kontrolle über die Medien auszuüben, Rechte einzuschränken sowie gegen Frauen und queere Menschen zu diskriminieren.

Gründe für die Kontroverse

Die Verwendung nationalistischer Bildsprache, wie dem Hakenkreuz, in Czwartos’ Gemälden löste weitreichende Kritik aus. Viele argumentierten, dass damit historische Ereignisse verharmlost und eine spaltende Vision von Polens Beziehung zu seinen Nachbarländern gefördert würde. Das Projekt wurde als Fortführung der nationalistischen Agenda der Partei Recht und Gerechtigkeit angesehen, die während ihrer Zeit an der Macht kontrovers war.

Reaktion der Oppositionspartei

Der Wahlsieg der Oppositionspartei bei den Parlamentswahlen spielte eine wesentliche Rolle bei der Absage des polnischen Pavillons. Die Haltung der neuen Regierung zur kulturellen Repräsentation und ihr Bekenntnis zu einer inklusiveren und progressiveren Vision für Polen führten zu Zweifeln hinsichtlich der Fortführung des Projekts. Die Absage entsprach dem Ziel der Oppositionspartei, Polen von der nationalistisch-populistischen Erzählung zu distanzieren.

Wechsel des Pavillons: Darstellung durch die Open Group

Nach der Absage von Czwartos’ Projekt ernannte Polen die Gruppe Open Group, um das Land bei der Biennale in Venedig 2024 zu vertreten. Open Group ist eine Zusammenarbeit der Künstler Yuriy Biley, Pavlo Kovach und Anton Varga. Ihr Pavillon wird den Titel “Repeat after me” tragen und von Marta Czyż kuratiert werden.

Die künstlerische Ausrichtung der Open Group

Der Pavillon der Open Group wird einen anderen künstlerischen Ansatz zeigen im Vergleich zum Projekt von Czwartos. Die Arbeiten der Gruppe zielen darauf ab, Themen wie Wiederholung, Kommunikation und kollektives Gedächtnis zu erforschen. Ihre Kunst beabsichtigt, einen Dialog und Reflexion über gesellschaftliche Fragen anzuregen anstatt eine spezifische politische Agenda zu fördern.

Kuratorin: Marta Czyż

Marta Czyż wird den Pavillon der Open Group bei der Biennale in Venedig 2024 kuratieren. Als Kuratorin ist Czyż bekannt für ihre Expertise in zeitgenössischer Kunst und ihre Fähigkeit, Ausstellungen zu kuratieren, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit sozialen und politischen Themen anregen. Ihre Beteiligung deutet auf eine Verschiebung hin zu einer inklusiveren und vielfältigeren Darstellung der polnischen Kunstszene hin.

Fazit

Die Absage des polnischen Pavillons bei der Biennale in Venedig 2024 zeigt die Auswirkungen von öffentlichen Meinungen und politischer Dynamik auf die kulturelle Repräsentation. Die Kontroverse um das ursprüngliche Projekt und die anschließende Berufung der Open Group deuten auf den Wunsch nach einem inklusiveren und progressiveren künstlerischen Diskurs in Polen hin.

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