Der Kunstmarkt: Ein Blick hinter die Kulissen der Auktionshäuser

[ad_1]
Die November-Kunstauktionen bei Sotheby’s, Christie’s und in New York brachten überraschend robuste Ergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren, mit verkauften Werken im Wert von 2,2 Milliarden Dollar in diesem Jahr gegenüber 3,2 Milliarden Dollar im Jahr 2022 und 2,3 Milliarden Dollar im Jahr 2021. Die bescheidene Anpassung im Markt lässt darauf schließen, dass der Kunstmarkt von der globalen Volatilität und unsicheren wirtschaftlichen Bedingungen nicht wesentlich betroffen ist.

Auktionshäuser sind darauf angewiesen, durch die “vier D’s” (Death, Debt, Divorce und Discretionary Selling) Kunstwerke zu erwerben, die sie verkaufen können. Sie haben hohe Fixkosten und sind darauf angewiesen, öfter zu gewinnen als ihr Hauptkonkurrent, um ihre Marktposition zu halten. Sammler sind nicht loyal gegenüber bestimmten Auktionshäusern und kaufen dort, wo sie das finden, wonach sie suchen.

Führungskräfte in Auktionshäusern bemühen sich intensiv um Sammler und bauen persönliche Beziehungen zu ihnen auf. Es wird eine Geschichte erzählt von einer Tochter eines Sammlers, die Vertreter von Sotheby’s und Christie’s manipulierte, um um einen Verkaufsvorschlag zu konkurrieren, was zu einem überraschenden Besuch des Konkurrenten an der Tür führte.

Ein großer Wandel in der Auktionsbranche erfolgte, als A. Alfred Taubman 1983 Sotheby’s kaufte und die Praxis einführte, den Eigentümern bedeutender Kunstwerke finanzielle Garantien anzubieten. Christie’s folgte widerwillig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Garantien wurden zum Hauptinstrument, um bedeutende Sammlungen zu sichern, aber der intensive Wettbewerb zwischen den Auktionshäusern führte manchmal zu finanziellen Verlusten für den Gewinner.

Nach erheblichen Verlusten im Jahr 2008 wurden Auktionshäuser vorsichtiger mit Garantien und wandten sich Drittanbietern zu. Diese Garantiegeber erhalten entweder das begehrte Kunstwerk zu einem Rabatt oder profitieren erheblich, wenn sie es nicht bekommen. Diese Vereinbarung nimmt die Spannung aus den Auktionen, da bereits feststeht, ob das Werk an den Garantiegeber oder einen anderen Sammler geht.

Der Erfolg von Auktionswochen hängt nun hauptsächlich vom Vorausverkauf an Drittgeldgarantisten ab, so dass Auktionshäuser im Wesentlichen als Hauptgeschäfte fungieren. Galerien haben einen Vorteil, da sie wichtige lebende Künstler vertreten und sich nicht um die Beschaffung von Werken kümmern müssen. Simon de Pury ist ein erfahrener Insider der Kunstbranche, der in verschiedenen Funktionen bei Auktionshäusern und Galerien tätig war.

Soziale Medien:
– Instagram: @simondepury

Der aktuelle Zustand des Kunstmarktes

Die November-Kunstverkäufe bei Sotheby’s, Christie’s und New York haben überraschend robuste Gesamtsummen gegenüber den Vorjahren gezeigt und deuten auf einen relativ stabilen Kunstmarkt trotz globaler Volatilität und wirtschaftlicher Unsicherheit hin. In diesem Jahr wurden Kunstwerke im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar verkauft, verglichen mit 3,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 und 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021.

Die Rolle der Auktionshäuser

Auktionshäuser verlassen sich stark auf die “vier D’s” – Tod, Schulden, Scheidung und diskretes Verkaufen -, um Kunstwerke für den Verkauf zu erwerben. Sie haben erhebliche Fixkosten und müssen ihre Hauptkonkurrenten ständig übertreffen, um ihre Marktposition zu halten. Sammler sind eher ihren begehrten Werken treu ergeben als bestimmten Auktionsfirmen.

Die Bedeutung von Beziehungen

Führungskräfte bei Auktionshäusern investieren viel Aufwand, um persönliche Beziehungen zu Sammlern aufzubauen. Diese Beziehungen sind genauso wichtig wie diejenigen zu Museumsdirektoren. Anekdoten zeigen, dass die Töchter von Sammlern ihren Einfluss genutzt haben, um Wettbewerb zwischen Sotheby’s und Christie’s zu schaffen, was zu überraschenden Besuchen von konkurrierenden Auktionsvertretern führte.

Entwicklung der Auktionspraktiken

Ein bedeutender Wandel in der Auktionsbranche ereignete sich 1983, als A. Alfred Taubman Sotheby’s erwarb und die Praxis einführte, den Eigentümern bedeutender Kunstwerke finanzielle Garantien anzubieten. Christie’s folgte widerwillig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Während Garantien ein wertvolles Instrument wurden, um bedeutende Sammlungen zu sichern, führte der intensive Wettbewerb zwischen den Auktionshäusern manchmal zu finanziellen Verlusten für den Gewinner.

Vorsichtiger Umgang mit Garantien

Nach erheblichen Verlusten im Jahr 2008 wurden die Auktionsfirmen vorsichtiger mit Garantien und wandten sich Drittgarantoren zu. Diese Garantoren sichern entweder das begehrte Kunstwerk zu einem Rabatt oder erhalten eine erhebliche finanzielle Erfolgsbeteiligung, selbst wenn sie den Zuschlag nicht erhalten. Diese Vereinbarung entfernt die Spannung aus den Auktionen, da das Ergebnis oft durch die Beteiligung von Garantoren vorherbestimmt ist.

Die veränderte Dynamik von Auktionswochen

Der Erfolg von Auktionswochen hängt heute stark von der Vorvermarktung an Drittgarantoren ab, was dazu führt, dass Auktionshäuser zur Hauptquelle für den Handel werden. Galerien profitieren davon, renommierte lebende Künstler zu vertreten, und haben nicht dieselben Herausforderungen bei der Beschaffung von Werken. Diese Veränderung in der Dynamik hat die Auktionslandschaft maßgeblich geprägt.

Simon de Pury: Ein Brancheninsider der Kunstwelt

Simon de Pury ist ein langjähriger Kenner der Kunstbranche und verfügt über Erfahrungen in verschiedenen Positionen bei Auktionshäusern und Galerien. Seine Insider-Perspektive bringt wertvolle Einblicke in die inneren Abläufe des Kunstmarktes.

Social-Media-Präsenz

Verbinde dich mit Simon de Pury auf Instagram: @simondepury

[ad_2]
Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

You May Also Like