Berlin fordert Förderungsnehmer zu Engagement gegen Antisemitismus auf

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Berlin wird von den Empfängern von Fördermitteln verlangen, sich gegen jede Form von Antisemitismus zu verpflichten. Dies wurde von Joe Chialo, dem Kultursenator der Stadt, bekannt gegeben. Die Klausel übernimmt die Definition von Antisemitismus, die von der Internationalen Allianz zur Erinnerung an den Holocaust (IHRA) bereitgestellt wurde. Diese Definition umfasst Punkte wie die Leugnung der jüdischen Selbstbestimmung und den Vergleich der israelischen Politik mit der der Nazis. Hunderte Künstler haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie gegen diese Maßnahme protestieren. Sie sehen sie als politische Einmischung und argumentieren, dass die IHRA-Definition von Antisemitismus interpretierbar sei. Die Kunstszene in Deutschland ist durch den Konflikt im Gazastreifen polarisiert, und Künstler sehen sich mit Ausstellungsstornierungen und Forderungen nach Beendigung von Shows konfrontiert, wenn sie ihre Meinung äußern. Die Absage einer Ausstellung von Candice Breitz in der Modernen Galerie des Saarland-Museums aufgrund kontroverser Äußerungen im Zusammenhang mit der aggressiven Kriegsführung der Hamas gegen Israel führte dazu, dass Breitz, die selbst jüdisch ist, diese Entscheidung als tief antisemitisch bezeichnete. Darüber hinaus ist das Auswahlkomitee für die Kunstausstellung Documenta zurückgetreten, und die Pläne für die Ausgabe 2027 sind aufgrund von Vorwürfen des Antisemitismus und einer vermeintlichen Unterstützung der pro-palästinensischen Bewegung Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen in Unordnung geraten.

Einführung

Kürzlich kündigte der Kultursenator Joe Chialo in Berlin eine Klausel an, nach der Förderungsnehmer sich gegen jede Form von Antisemitismus verpflichten müssen. Dieser Schritt hat innerhalb der Kunstszene Kontroversen ausgelöst, mit Hunderten von Künstlern, die einen offenen Brief gegen die Maßnahme unterzeichnet haben. Die Klausel übernimmt die Definition von Antisemitismus, die von der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) bereitgestellt wird, zu der Punkte wie die Leugnung jüdischer Selbstbestimmung und der Vergleich der israelischen Politik mit der der Nazis gehören.

Kontroversen und Proteste

Die Anforderung, dass Förderungsnehmer sich gegen Antisemitismus engagieren, stößt bei vielen Künstlern auf Widerstand. Sie argumentieren, dass dies politische Einmischung darstellt und behaupten, die IHRA-Definition von Antisemitismus sei interpretierbar.

Hunderte von Künstlern haben einen offenen Brief gegen die Maßnahme unterzeichnet. Sie sind der Meinung, dass die Klausel die künstlerische Freiheit einschränkt und kritische Diskurse über den israelisch-palästinensischen Konflikt erstickt. Die Kontroverse hat die polarisierte Natur der Kunstszene in Deutschland hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf den Konflikt im Gazastreifen.

Der Konflikt im Gazastreifen und seine Auswirkungen auf die Kunstszene

Der Konflikt im Gazastreifen hat einen erheblichen Einfluss auf die Kunstszene in Deutschland gehabt. Künstler, die ihre Ansichten zum israelisch-palästinensischen Konflikt geäußert haben, wurden mit Konsequenzen konfrontiert, darunter die Absage von Ausstellungen und Forderungen nach Schließungen.

Die abgesagte Ausstellung von Candice Breitz

Ein prominentes Beispiel ist die Absage einer Ausstellung von Candice Breitz in der Modernen Galerie des Saarland-Museums. Die Absage erfolgte aufgrund kontroverser Äußerungen von Breitz im Zusammenhang mit dem Hamas-Krieg gegen Israel. Breitz, die selbst jüdisch ist, bezeichnete die Entscheidung als zutiefst antisemitisch.

Rücktritt des Auswahlgremiums für die Documenta

Ein weiterer Vorfall, der zur Kontroverse beigetragen hat, ist der Rücktritt des Auswahlgremiums für die Documenta-Kunstausstellung. Dieser Rücktritt hat die Pläne für die Ausgabe 2027 in Unordnung gebracht. Den Mitgliedern des Gremiums wurde Antisemitismus und vermeintliche Unterstützung der pro-palästinensischen Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung vorgeworfen.

Die Definition von Antisemitismus durch die IHRA

Um die Kontroverse um die Verpflichtung zur Bekämpfung von Antisemitismus zu verstehen, ist es wichtig, die Definition von Antisemitismus durch die IHRA zu betrachten. Diese Definition enthält verschiedene Punkte, die helfen, antisemitisches Verhalten zu erkennen und anzusprechen. Einige der wichtigsten Elemente der IHRA-Definition sind:

  • Die Leugnung des Rechts des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung, z. B. durch die Behauptung, dass die Existenz des Staates Israel ein rassistisches Vorhaben sei.
  • Anwendung doppelter Maßstäbe, indem von Israel ein Verhalten verlangt wird, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder gefordert wird.
  • Verwendung von Symbolen und Bildern, die mit klassischem Antisemitismus verbunden sind (z. B. die Behauptung, dass Juden Jesus getötet haben oder Ritualmordlegenden), um Israel oder Israelis zu charakterisieren.
  • Ziehen von Vergleichen zwischen der zeitgenössischen israelischen Politik und der Politik der Nazis.

Auswirkungen auf die Berliner Kunstszene

Die Verpflichtung, sich gegen Antisemitismus zu engagieren, hat erhebliche Auswirkungen auf die Berliner Kunstszene. Sie wirft Fragen nach der Rolle von Förderung bei der Gestaltung künstlerischer Ausdrucksformen und den Grenzen der künstlerischen Freiheit auf. Künstler und Kultureinrichtungen müssen den Spagat zwischen der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und der Aufrechterhaltung ihrer Autonomie und kritischen Perspektiven bewältigen.

Schlussfolgerung

Die Kontroverse um Berlins Anforderung, dass Förderungsnehmer sich gegen Antisemitismus engagieren, verdeutlicht die komplexe Beziehung zwischen Kunst, Politik und Meinungsfreiheit. Die Übernahme der IHRA-Definition von Antisemitismus und ihre potenziellen Auswirkungen auf den künstlerischen Diskurs haben in der Kunstszene eine Debatte ausgelöst. Während sich die Situation weiterentwickelt, bleibt abzuwarten, wie diese Klausel die künstlerische Landschaft in Berlin und darüber hinaus prägen wird.

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